Freie Plätze verfügbar
Gruppe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen.
Wer einen psychisch erkrankten Menschen begleitet, trägt oft über Jahre viel Verantwortung — und gerät dabei selbst an die Grenzen. Diese Gruppe stärkt Sie mit Wissen, Entlastung und konkreten Werkzeugen.
Ausgangslage
Sie sind nicht allein.
Angehörige übernehmen häufig über Jahre ein hohes Maß an emotionaler Begleitung und praktischer Unterstützung — oft ohne ausreichendes Wissen, Entlastungsmöglichkeiten oder einen geschützten Austauschraum. Der Einstieg über Zahlen soll die eigene Belastung sichtbar machen und entpathologisieren.
der schwer psychisch Erkrankten werden von ihrer Familie (mit-)betreut.
der Angehörigen entwickeln aufgrund der Belastung selbst psychische oder körperliche Beschwerden.
der Partner:innen eines depressiv Erkrankten entwickeln mit der Zeit selbst depressive Symptome.
Quellen u. a. Awad & Voruganti (2008). Angaben als Orientierung, nicht als Vorhersage im Einzelfall.
Für wen
Für Eltern, Partner:innen, Kinder & Geschwister.
Die Gruppe richtet sich an Angehörige von Menschen mit einer psychischen Erkrankung — unabhängig vom Krankheitsbild. Häufig erkennen sich Teilnehmende in folgenden Erfahrungen wieder:
- Chronische Erschöpfung, Grübeln und schlechter Schlaf — oft bis zu eigenen depressiven Symptomen.
- Das Gefühl, „funktionieren zu müssen“, auch über die eigene Belastungsgrenze hinaus.
- Schuldgefühle, soziale Isolation und das Gefühl, vom Umfeld nicht verstanden zu werden.
- Der Wunsch nach konkretem Wissen, Verständnis und realistischen Erwartungen.
Die acht Module
Wissen, Entlastung und Handlungsfähigkeit.
Ein verhaltenstherapeutisch fundiertes Programm mit Elementen aus ACT, Kommunikations- und existenzieller Psychologie.
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Vorstellung & Einführung
Rahmen, Belastungsdaten und ein Überblick über psychische Erkrankungen.
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Ursachen & Risiken
Bio-psycho-soziales Modell, genetische Faktoren und Trauma — verständlich erklärt.
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Suchterkrankungen
Substanzen, Belohnungssystem und die Unterscheidung von „Wollen“ und „Mögen“.
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Behandlungsmöglichkeiten
Medikamente, Therapierichtungen im Vergleich und Soziotherapie.
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Experiential Avoidance
Die ACT-Formel und der Umgang mit Vermeidungsverhalten.
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Kontrolle & Ohnmacht
Was steht wirklich in meiner Macht? Schuld und Verantwortung trennen, Sinn und Bindung.
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Kommunikationstraining
Primäre und sekundäre Gefühle, Ich-Botschaften und Konflikte reduzieren.
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Unterstützung & Grenzen
Reale Hilfe, Grenzen setzen, Frühwarnzeichen und ein persönlicher Krisenplan.
Ziele der Gruppe
Die eigene Gesundheit schützen.
„Die Gruppe richtet sich an Angehörige psychisch erkrankter Menschen mit dem Ziel, die eigene Belastung zu reduzieren und Handlungs- und Beziehungskompetenzen im Umgang mit der Erkrankung zu stärken.“
Wissen & Einordnung
Entstehung, Verlauf und Behandlung psychischer Erkrankungen verstehen und eigene Reaktionen einordnen.
Kommunikation & Grenzen
Kommunikative Fertigkeiten festigen und realistische Unterstützung von Selbstaufopferung unterscheiden.
Krisen vorbereiten
Frühwarnzeichen erkennen und Handlungsoptionen für den Krisenfall erarbeiten.
Leitung
Psychologische Psychotherapeutin in unserem Team. Das Konzept verbindet Verhaltenstherapie mit Akzeptanz- und Commitmenttherapie, Kommunikations- und existenzieller Psychologie. Geleitet wird die Gruppe von mindestens einer Psychotherapeutin sowie einer psychologischen Assistenz.
Häufige Fragen
Gut zu wissen.
Muss mein:e Angehörige:r in Behandlung sein?
Nein. Die Gruppe richtet sich an Sie als Angehörige:n — unabhängig davon, ob und wo Ihr:e Angehörige:r aktuell in Behandlung ist. Im Mittelpunkt steht Ihre eigene Entlastung und Gesundheit.
Für welche Erkrankungen ist die Gruppe geeignet?
Die Inhalte sind übergreifend angelegt und nicht auf ein Krankheitsbild beschränkt. Behandelt werden u. a. affektive Störungen, Angst, Sucht, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen — mit einem Fokus auf Ihren Umgang damit.
Wie ist der Rahmen?
Acht Module à 50 Minuten in einer Gruppe von maximal neun Personen, geleitet von einer Psychotherapeutin und psychologischer Assistenz. Es gilt eine verbindliche Schweigepflicht und ein wertschätzender, alltagsnaher Rahmen.
Ist das eine Selbsthilfegruppe?
Nein. Es handelt sich um eine fachlich geleitete, konzeptbasierte Gruppe mit klaren Zielen und Inhalten — kein Austausch ohne Anleitung, sondern strukturierte therapeutische Arbeit.
Zeit für Ihre eigene Gesundheit.
Dass Sie sich informieren, ist bereits ein erster Schritt. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Vorgespräch.
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